Die Geschichte dahinter

Manchmal reicht ein einziges Bier, damit ein ganz normaler Abend plötzlich in philosophisch sehr fragwürdige Richtungen abdriftet.

So sass ich also da, mit meinem Bier in der Hand, und stellte fest, dass ich streng genommen gar nicht beweisen kann, ob dieses Bier wirklich so existiert, wie ich es gerade sehe. Vielleicht ist es völlig normal. Vielleicht ist es spiegelverkehrt. Und vielleicht ist nicht das Bier oder das Glas das Problem, sondern gleich die ganze Realität.

Damit war die Tür natürlich offen.

Denn falls wir in einem Spiegeluniversum leben, sitzt irgendwo mein anderes Ich und trinkt exakt dasselbe Bier – nur eben auf der anderen Seite. Falls wir uns dagegen eher in einer Art Schrödinger-Box befinden, dann ist das Bier möglicherweise gleichzeitig voll und leer, solange niemand genau hinschaut. Und wenn man diesen Gedanken noch ein wenig weiterzieht, bleibt am Ende sogar die unangenehme Möglichkeit, dass die Realität selbst gar nicht existiert.

In diesem Fall hätte ich vermutlich gerade ein imaginäres Bier bezahlt.

Aus einer harmlosen Feierabend-Situation wurde damit innert kürzester Zeit eine kleine Mischung aus Bier, Quantenmechanik, Spiegeluniversum und gepflegtem Unsinn. Genau solche Gedankengänge liebe ich eigentlich: Man beginnt mit etwas völlig Alltäglichem und endet ein paar Minuten später bei Fragen, die niemand ernsthaft beantworten kann – die aber erstaunlich unterhaltsam sind.

Der Comic bringt diese Eskalation schön auf den Punkt:
Zuerst ist nur das Bier verdächtig. Dann wird plötzlich die eigene Existenz fragwürdig. Und am Schluss kollabiert nicht nur die Wellenfunktion, sondern fast gleich der ganze Feierabend in Richtung Paralleluniversum.

Fazit:
Ein Bier kann entspannen.
Mehrere Gedanken dazu eher nicht. 🍺😄