Die Geschichte dahinter
Eigentlich war es einfach ein gemütlicher Abend. Ein Bier, dann noch eines – und irgendwann landete das Gespräch plötzlich bei Schrödingers Katze und Quantenphysik.
Die berühmte Gedankenübung war schnell erklärt: Eine Katze sitzt in einer geschlossenen Box, zusammen mit einem Mechanismus, der ihr Schicksal zufällig bestimmen könnte. Solange niemand nachschaut, beschreibt das Gedankenexperiment den Zustand vereinfacht gesagt als eine Überlagerung verschiedener Möglichkeiten.
Aber natürlich blieb es bei uns nicht bei der Physik.
Irgendwann kam die entscheidende Frage auf: Was wäre eigentlich, wenn die Katze die Zukunft kennen würde? Wenn sie bereits wüsste, dass die Box später geöffnet wird – wäre sie dann jetzt schon tot oder lebendig? Oder würde sie lediglich wissen, dass draussen zwei leicht angeheiterte Menschen sitzen und viel zu ernst über Paralleluniversen philosophieren?
Ab diesem Zeitpunkt war die wissenschaftliche Genauigkeit vermutlich endgültig verloren. Dafür wurde die Theorie deutlich unterhaltsamer.
Unser damaliger Forschungsstand lautete ungefähr:
50 % tot, 50 % lebendig und 100 % hässig.
Und wenn die Viele-Welten-Idee tatsächlich stimmen sollte, gibt es vielleicht längst mehrere Versionen dieses Abends: In einem Universum lebt die Katze. In einem anderen ist sie tot. Und irgendwo existiert hoffentlich eine besonders vernünftige Variante, in der die Katze einfach aus der Box steigt, unser Bier klaut und das Gespräch beendet. 🍺😄
Was mir an solchen Abenden gefällt: Man beginnt bei irgendeinem völlig alltäglichen Thema und landet wenige Minuten später bei Quantenmechanik, Zukunft, Paralleluniversen und einer ziemlich genervten Katze.
Vermutlich nicht Nobelpreis-verdächtig – aber definitiv ein guter Abend.
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