Die Geschichte dahinter
Eigentlich war der Plan ganz einfach: den Funktionsbeschrieb sauber fertigstellen und danach endlich mit dem Präludium beginnen.
Aus dem ersten Teil wurden dann allerdings gleich zwei volle Tage Arbeit. Am Samstag hatte ich noch das Gefühl, ich würde „nur schnell“ anfangen. Spätestens am Sonntag war klar, dass es doch etwas grösser geworden war. Seite um Seite kam dazu, mit Texten, Abläufen, Abbildungen und allem, was eben dazugehört. Ob es am Schluss nun 70 oder 79 Seiten waren, war irgendwann gar nicht mehr so wichtig. Entscheidend war: Das Dokument war fertig, sah gut aus und ich war zufrieden damit.
Danach wollte ich mich endlich dem Präludium widmen. Bevor ich aber richtig loslegen konnte, landete ich zuerst wieder bei Sibelius. Das war gar nicht einmal schlecht, denn so konnte ich nebenbei wieder besser verstehen, wie das Ganze mit Partitur, Stimmen und Teilpartituren überhaupt funktioniert.
Ein Grund, warum ich gewisse Stücke überhaupt abschreibe, ist nicht nur das Üben selbst. Eingescannte oder einkopierte Noten sehen oft nicht besonders schön aus. Wenn ich sie sauber in Sibelius erfasse, habe ich sie gleich digital archiviert und kann später jederzeit wieder darauf zugreifen, sie grösser ausdrucken, als PDF exportieren oder als MIDI-Datei verwenden. Gerade fürs Üben auf dem Clavinova ist das für mich sehr praktisch.
Beim Spielen ist mir dann aber plötzlich aufgefallen, dass etwas nicht so klang, wie es eigentlich klingen sollte. Also nochmals genau hingeschaut — und tatsächlich: Ich hatte beim Abschreiben einen Fehler gemacht. Zum Glück war er schnell gefunden und korrigiert. Danach klang es wieder richtig.
Und irgendwann war dann auch wirklich Feierabend.
Ein bisschen Buvette, ein Bier, zurücklehnen und zufrieden feststellen: Doch, das war ein gutes Wochenende.
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